Mehr als 100 Crowd-Anträge für die Verkehrswende!

Wir freuen uns, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger an der Aktion „20 Tage für die Verkehrswende in 2020“ beteiligt haben. Über 35 Mails mit etwa 120 verschiedenen Vorschläge haben uns erreicht, manche größer in ihrem Veränderungsumfang, manche kleiner. Vielen Dank für die rege Beteiligung!!

Die meisten Einreichungen beschäftigten sich mit der Neuorganisation des Parkraums in Speyer. Gefordert wird mehr Platz auf den Gehwegen für Menschen, Rollstühle, Kinderwägen und Kinder auf Rädern, indem man Parkplätze aus der Innenstadt entfernt und auf Mobilitätsknotenpunkte außerhalb der Stadt konzentriert werden. Damit zusammenhängend wurden viele Vorschläge für den ÖPNV eingebracht: schneller getaktete und kleinere Busse, die Menschen in die Innenstadt bringen. Das nächste Große Thema war die Forderung nach durchgängigen Radwegen, Fahrradstraßen und Fahrradzonen vor allem um Schulen und Kindergärten, auch dafür ist nur Platz durch die Umorganisation des öffentlichen Raums. Der Ausbau eines Radwegenetzes ist auch eine alte Forderung, deren Umsetzung bis heute leider zu wünschen übrig lässt. In diesem Bereich gab es auch viele detaillierte Beschreibungen, wie z.B. die Kreuzung Ziegelofenweg und Franz-Kirrmeier-Straße, die Radfahrende stark gefährdet, sowie die Situation in der Schwerdstraße oder Ludwigsstraße. Als drittgrößtes Thema kristallisierte sich die Forderung nach einer Tempo-30-Zone auf den meisten Speyrer Straßen heraus. Zwar ist das Tempo auf vielen Straßen schon auf 30 festgeschrieben, allerdings wird dies selten eingehalten, auch weil es überhaupt nicht kontrolliert wird innerhalb des Stadtgebietes. Hier werden Blitzer gefordert. Weitere große Themen waren der Umbau von Kreuzungen für Fuß-und Radverkehr, Fußgängerüberwege, Fahrradabstellplätze, der Ausbau von Car-Sharing, die Erweiterung der Verkehrsberuhigung auf große Teile der Innenstadt und ca. 13 spezifische Maßnahmen an bestimmten Stellen im Stadtgebiet, darunter vor allem der Bereich Schwerdstraße und Landauerstraße, die als Einbahnstraßen organisiert werden sollen.

Zur Auswertung der Einreichungen fand dann am 22.7. eine erste Sitzung der AG Verkehr der Grünen statt. Neben den Mitgliedern der AG Verkehr waren auch viele   Neu-Interessierte und Teilnehmende an der Aktion anwesend. Wir haben gemeinsam bestimmte Forderungen und Oberthemen weiter in Anträgen, Prüfanträgen und Anfragen konkretisiert. Diese gilt es nun auszuarbeiten. Geplant ist die Stellung von fünf Anträgen aus der „Crowd“ in der Stadtratssitzung im August und fünf im September. Welche das genau sein werden, wird die Grüne Fraktion am 27.7. in ihrer Fraktionssitzung entscheiden. Diese erste Auswahl wird der Kooperation zur Diskussion gegeben, um diese mit breiter Unterstützung dann im August einzubringen. Die Arbeit an den weiteren Vorschlägen wird aber auch danach weitergehen, um möglichst viele Forderungen in den Stadtrat einzubringen.

Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz und bedanken uns bei allen Teilnehmenden, die bereit waren sich einzubringen. Wir Grüne sind der Auffassung, dass die anstehenden großen Transformationen nur partizipativ unter nachhaltigem Einbezug der Betroffenen funktionieren kann. Nach diesem Prinzip wollen wir einen nachhaltigen Wandel im Bereich des Verkehrs, des Waldes, der Ernährung und der Stadtentwicklung voranbringen. Ideen aus der Bürgerschaft sind daher immer bei uns willkommen.

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