GRÜNE Stellungnahme zur Salierbrücke

Ein Jahr länger Sperrung

Die längere Bauzeit schockt erst mal alle Menschen in Speyer und im Umland. Die Mobilität ist eingeschränkt und muss neu gedacht werden. Zusätzlich kommt das Problem der Hochbrücken aus Ludwigshafen dazu. Dadurch wird es insgesamt mehr Stau, mehr Abgase und mehr Lärm geben. Dies bedeutet mehr Stress für die Menschen, die beruflich und/oder privat die Orte Strecken fahren müssen. Ein höherer manchmal nicht kalkulierbarer Zeitaufwand steht bei einer Hin- und Rückfahrt an

Natürlich hat dies Auswirkungen auf Speyer. Im besonderen auf berufliche Entscheidungen – wo nehme ich ein attraktives Angebot – an,  und auf die wirtschaftliche Kraft durch das Einkaufsverhalten, dem Einkehren in der Gastronomie und dem Tourismus.

Dass bei einem Bauwerk wie der Salierbrücke mit heutigem fachlichem Knowhow und technischen Mitteln erst im Nachhinein festgestellt wurde, dass die im Beton enthaltene Schadstoffbelastung zu den Verzögerungen führt, ist äußerst enttäuschend.Hier hätten wir als GRÜNE erwartet, dass dies vom Regierungspräsidium vorab geklärt werden kann. Zusätzlich ist zu befürchten, dass evtl. weitere Störungen aufkommen, die noch längere Baumaßnahmen nötig machen.

Für uns GRÜNE ist wichtig, dass die Alternativen zum bisherigen Verkehr ernsthaft und attraktiv gestaltet werden. So ist uns wichtig, den Menschen, die auf´s Rad umgestiegen sind bzw. noch umsteigen werden, die Möglichkeit zu geben, auf der Brücke Rad zu fahren, um zeitnah auf die badische Seite bzw. zurück auf die pfälzische Seite zu kommen und zwar ohne die Fußgänger/ Fußgängerinnen zu gefährden.

Des Weiteren ist der Bustransport zu erweitern und auf mögliche Bahnverbindungen hinzuweisen. Die Bauzeit ist zu nutzen, um alternative nachhaltige Mobilität zu entwickeln und die Menschen dabei mitzunehmen.

Zusätzlich müssten grenzüberschreitende Marketingmaßnahmen gestartet werden, damit die Kurpfalz nicht weiter auseinander rückt sondern sich wieder annähert.

Als GRÜNE Vision möchten wir noch auf eine GRÜNE Idee hinweisen, eine neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke zu schaffen (GRÜNE Neujahrsrede 2018 der OB Kandidatin I.Mü-Wei). So wie in Kehl und Straßburg vor 15 Jahren „Die Brücke der zwei Ufer bzw. Passerelle des Deux Rives“, die im Jahr 2004 im Rahmen der grenzüberschreitenden Gartenschau errichtet wurde und die Menschen miteinander verbindet. Dies wäre auch für unsere Region ein enorm wichtiger Beitrag für nachhaltige Mobilität mit langfristig positiven Auswirkungen auf den Klimaschutz. Um zukünftig bahntechnisch besser aufgestellt zu sein, wäre eine Eisenbahnbrücke eine nachhaltige Verkehrsmaßnahme.

Irmgard Münch-Weinmann

(Fraktionsvorsitzende)

 

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