Baumfällungen im Stadtwald

Von Zynismus und Gleichgültigkeit

 

Der Stadtwald Speyer-West bietet für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum, er schenkt den Menschen der Umgebung Oasen der Erholung und „Freiräume“, um sich fit und gesund zu halten. Er ist Bildungs- und Entdeckungsort für die Kleinsten aus den umliegenden pädagogischen Einrichtungen und zu guter Letzt gehört er, mit Produktion von Sauerstoff und Bindung schädlichen Kohlendioxids, zu den „Lungen der Welt“, auf die wir in Zeiten des dramatisch voranschreitenden Klimawandels dringend angewiesen sind.

Geradezu zynisch mutet daher an, dass bereits am 10.10.18 mit Baumfällungen begonnen wurde, obwohl mit den GRÜNEN in der Umweltausschusssitzung vom 19.09.18 eine Begehung des Waldgebiets zur Prüfung der Notwendigkeit von Fällungen vereinbart worden war.

Noch zynischer fällt die Reaktion der angehenden Oberbürgermeisterin Seiler auf die Anfrage unserer Fraktionsvorsitzenden Irmgard Münch-Weinmann aus, die erfahren wollte, warum bereits vor der Begehung mit Baumfällungen begonnen worden war und die forderte, diese umgehend zu stoppen:

Es wäre doch sicher interessant dem Harvester bei der Arbeit zu zusehen, so Seiler.

Man fragt sich, wieviel Ignoranz und Gleichgültigkeit in der Antwort der angehenden Oberbürgermeisterin Seiler stecken mag, im Hinblick auf die Bewahrung ökologischer und sozialer Lebensräume in Speyer.

Die Begehung des Stadtwaldes fand am 19.09.18 statt. Baumfällungen wurden bereits vorgenommen. Eine Einschätzung der GRÜNEN zur aktuellen Situation im Stadtwald erfolgt in Kürze.

Julia Jawhari (erweiterter Vorstand)

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